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Mittwoch, 9. Februar 2011

Spice up your life!

Früh aufstehen mag eigentlich niemand so recht, und ganz besonders ungern verlässt man das warme Bett, wenn es daußen schlotterkalt ist. Oder bin ich die einzige, die morgens friert?!





Aber es gibt einige kleine Tricks, wie man seinem Kreislauf zu mehr Schwung verhelfen kann. Und nein, ich spreche hier nicht von Kniebeugen oder anderer körperlicher Ertüchtigung! Obwohl die natürlich sehr effektiv aufwärmen! Schon mal den Sonnengruß als sanften Morgensport probiert?

Für folgende Aufwärmübungen müsst ihr lediglich einige Schritte zum Gewürzregal und wenige Handgriffe tun. Bestimmte Gewürze regen die Durchblutung an, kurbeln den Stoffwechsel und damit auch den Kreislauf an, sodass ihr morgens schneller in Schwung kommt und weniger friert! Wer mehr über die Wirkung dieser Gewürze lesen möchte, kann einmal einen Blick in ayuvedische Kochbücher werfen - ayuvedische Gerichte werden primär nach der Wirkung ihrer Zutaten zusammengestellt und erst in zweiter Linie nach ihrem Geschmack.

1. Ingwer 
Ich liiiebe Ingwer! Wer ihn auf den Tod nicht ausstehen kann, sollte gleich zu 2. springen. 
Für alle anderen: Peppt euer Müsli mit frischem, geriebenen Ingwer auf: Einfach drüber reiben und genießen! Verleiht dem Getreide und Obst eine angehme Schärfe und ein exotisches Aroma.

Meine Portion Müsli mit Ingwer-Topping.

Hier der geriebene Ingwer noch einmal in Nahaufnahme. Ein kleines Stückchen reicht schon aus!

Oder: Eine faustdicke Ingwerknolle schälen, in Scheiben schneiden, mit einem Liter Wasser kurz aufkochen und eine Weile ziehen lassen. Mit Honig süßen oder pur trinken. Stärkt die Abwehrkräfte, lässt Erkältungserscheinungen schneller abklingen, wärmt von innen und tut auch einem verstimmten Magen gut. Meine Eltern trinken es jeden Tag und schwören drauf!

Für Hardcore-Ingwer-Fans: Mein Liebster lutscht geschälte Ingwerstückchen, wenn er einen kratzigen Hals oder eine verstopfte Nase hat - hilft sehr gut, aber ist richtig scharf!

2. Zimt 
Dieses anregende Gewürz passt super in die Winterszeit! Und es funktioniert nicht nur als Zimtstern oder Glühweingewürz: Eine Prise Zimt ins Müsli, Haferflocken mit Zimt und warmer Milch, ein klein geschnittener Apfel mit Zimt-Joghurt, in Muffins, in Marmelade oder als Verfeinerung des Frühstücktees - es gibt unendlich viele Möglichkeiten, mehr Zimt in seinen Speiseplan einzubauen!

3. Paprika und Pfeffer
Oh ja, auch diese beiden Gewürze helfen einem morgens auf die Sprünge. In Kombination mit Zimt in einer heißen Schokolade oder dem losen Tee beigefügt, auf das Frischkäsebrot gesprenkelt oder in der Salami (schmeckt zwar gut, enthält aber richtig viel Fett - vielleicht eher auf Schinken zurückgreifen!) heizen sie uns ordentlich ein. Schon mal ein Kressebrot mit Paprikapulver und Pfeffer probiert? So lecker!

4. Muskatnuss, Nelke und Kardamom
Wie Zimt eignen sie sich hervorragend, um Müslis, Obstsalate, Haferbrei und Joghurts aufzupimpen. Allerdings sind sie sehr geschmacksintensiv, daher empfiehlt es sich, sie zunächst gering zu dosieren!
Einige tolle Kombinationen: 
Orangen- und Mandarinenstreifen mit Nelken und Zimt (funktioniert auch als warme Punschvariante!)
Apfelstückchen mit Muskat und Kardamom
Bananenmilch mit Kardamom und Zimt
Honigbrot mit Muskat
Birne mit Kardamom, Nelke und Zimt

Was sind eure Tricks, um früh morgens in Schwung zu kommen? Ich bin gespannt!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Mach dich frisch! Kleine Frühjahrskur

Das Jahr ist noch jung und einigermaßen frisch, aber wie sieht es mit unserem Stoffwechsel aus?  Die Feiertage waren lecker, gemütlich, süffig und einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um vernünftig zu essen - das schlägt sich auf den Hüften nieder und lässt den Körper leicht übersäuern. Um also die 1,2 Kilo und die unschönen Schlacke wieder loszuwerden, mache ich eine kleine Frühjahrs- oder eher: eine Neujahrskur. Nein, ich faste nicht, dazu esse ich zu gern! Aber folgende Punkte gehören zu meinen Fitnesswochen:

1. Viel Obst und Gemüse, mindestens 5 Portionen am Tag, wenig Fett, wenig Fleisch, viel Joghurt und Vollkornprodukte. Damit möchte ich meinen Säuren-Basen-Haushalt wieder "aufräumen". Das Tolle ist dabei, dass es sich zu einem Selbstläufer entwickelt: Je bunter, frischer und gesünder ich esse, desto mehr Lust habe ich auf leckeres Frischzeug! Probiert es einmal aus!

2. Mehr Bewegung: Zusätzlich zum morgendlichen Sonnengruß nutze ich jede Gelegenheit zu mehr Bewegung: Ich radle zur Arbeit, laufe zum Einkaufen, walke und jogge, gerne auch in Gesellschaft.  Damit tanke ich Unmengen von Sauerstoff, aktiviere meinen Stoffwechsel, mein Körper kann Giftstoffe ausscheiden und ich fühle mich fitter (und bin es am Ende auch!). Keine Ahnung, was der Sonnengruß ist? Hier findet ihr eine bebilderte Anleitung, hier ein ausführlicheres Video.

3. Entschlackungstee: Aus Lemongrass, Verbene, Zinnkraut, Brennessel, Ringelblume und Rosenblüten habe ich mir einen frühjahrsfrischen Kräutertee gemischt, der die Nierentätigkeit anregt und beim Entschlacken unterstützt. Und er schmeckt richtig gut! So trinkt sich der eine Liter Tee pro Tag wirklich leicht. 1-2 Liter Wasser zusätzlich zu trinken, ist allerdings ein Muss, denn der Tee wirkt ja diuretisch (entwässernd), sodass dem Körper das ausgeschiedene Wasser wieder zugeführt werden muss!



4. Detox-Peelingsalz: Aus unraffiniertem Meersalz, Mandelöl und verschiedenen entgiftenden und anregenden ätherischen Ölen hergestellt, duftet es herrlich spritzig nach Zitrone, Grapefruit und Zypresse! Beim Duschen schön einmassiert, aktiviert es die Durchblutung und damit die körpereigene Entgiftung. Das Mandelöl nährt und führt Feuchtigkeit zu, sodass die Haut nach der Dusche nicht nur frisch riecht, sondern auch so aussieht!

Zart-grün und spritzig-frisch!



Habt ihr Lust bekommen, euch anzuschließen und ebenfalls etwas loszuwerden - seien überflüssige Pfunde, Schlacken und Giftstoffe oder einfach die Frühjahrsträgheit? Erzählt mir von euren Tipps und Tricks, ich bin ganz Ohr!

Dienstag, 25. Januar 2011

Sprossen - winterliches Kraftfutter!

Auf der Suche nach ausgefallenen, leckeren und gesunden Lebensmitteln für die kalte Jahreszeit? Probier's mal mit Sprossen!



Sprossen stecken voller Vitamine und Mineralstoffe, stärken das Immunsystem und sind außerdem ganz einfach herzustellen: Viele kann man auf Küchenkrepp oder in einer Glasschale züchten, wer - wie wir - Sprossen häufiger macht, kann sich für wenige Euro ein Pflanzgefäß kaufen (gibt es zusammen mit den Samen z.B. bei DM oder Alnatura). Nach Anleitung Keimlinge und Wasser dazu und nach einigen Tagen lachen euch die jungen Sprossen auf einem Quarkbrot, Frischkäsebrot, in der Gemüsesuppe oder auf einem knackigen Salat an!  Sprossen sind suuuper geeignet als Bestandteil einer entschlackenden Frühjahrskur! Dazu bald mehr.

Auch für Kinder ist es ein spannender Prozess, den Keimlingen beim Wachsen zuzusehen - vielleicht möchten sie sich gerne um das Wässern kümmern?

Hier einige Impressionen unserer letzten Sprossen-Portion:

Die Sprossensamen werden ca 10 Stunden in Wasser eingeweicht...

...und dann in das Sprossengefäß umgefüllt. Zweimal täglich werden sie gespült.

Nach ca 4 Tagen sieht es im Sprossengefäß dann ungefähr so aus!

Dinkelvollkornbrot, Frischkäse und Sprossen - ein leckerer Snack für zwischendurch!



Mehr Informationen rund um das Thema Sprossen findet ihr hier.
Viel Spaß beim "Pflanzen" und Verspeisen!

 

Samstag, 4. Dezember 2010

Du bist was du isst!

5 x täglich Obst und Gemüse - wir alle kennen diese Faustregel. Auch die Vorteile und guten Effekte sind soweit klar - aber mit der Umsetzung klappt es oft eben doch nicht (zumindest bei mir :)).  



Schaue ich mir die Tage näher an, an denen ich keine 5 Portionen Obst und Gemüse hatte, dann gibt es drei Gründe, die am Häufigsten auftreten:

1. Schlechte Vorbereitung: Wenn ich arbeite, auch zu Hause, passiert es, dass ich die Zeit vergesse und dann plötzlich mit einem Riesenloch im Magen dasitze und ganz schnell etwas zu essen brauche. Meistens greife ich dann zu Kohlenhydraten wie Brot o.ä., weil die rasch ein Sättigungsgefühl vermitteln. Das gesunde Grünzeug bleibt dann oft auf der Strecke, weil es mehr Vorbereitung braucht.


2. Ebbe im Kühlschrank: Diesen Punkt könnte man auch unter 1. subsummieren, denn wenn der Kühlschrank bzw. die Obstschale nichts enthält, liegt das an meiner mangelnden Planung. Manchmal enthält er allerdings eben auch Gemüsesorten oder Früchte, die ich nicht wirklich mag und zu denen ich dann eben auch im Hungerfall nicht greife.


3. Nachlässige Gesellschaft beim Essen: Wer sich mit Menschen umgibt, die mit Freuden ihre Pasta Carbonara, Pommes mit Schnitzel oder Butterbrot mit Nutella kauen, dem wird es möglicherweise schwer fallen, nicht vom gesunden Pfad abzukommen. Sicher, ein belegtes Brot mit fett Butter unter dem Käse schmeckt ..mmhhh, sagen wir: reicher. Es gehört viel Charakterstärke dazu, bei einer Schlemmerorgie (Buffets! Speisekarten!) zu den frischen, kalorienarmen Alternativen zu greifen. 



Wie kann ich also besser vorbereitet sein auf diese 3 "Fallen"?

1. Sei vorbereitet! Wer sich am Abend vorher oder morgens ein Vesper richtet, hat tagsüber immer einen Snack zur Hand, wenn der Magen knurrt. Am Einfachsten sind natürlich ganze Früchte wie beispielsweise ein Apfel, Pflaumen im Herbst, Aprikosen und Pfirsiche im Sommer oder eine Orange im Winter. Karotten gibt es das ganze Jahr über, und auch eine Salatgurke lässt sich schälen, in grobe Stücke schneiden und in einer Tupperdose frischhalten.
Ich muss gestehen: Obst am Stück ist mir manchmal zu langweilig und macht mich nicht lange genug satt. Eine superleckere Alternative sind Smoothies oder Shakes: Verschiedene Früchte werden im Mixer püriert, wer möchte gibt noch einen Schuss Joghurt, Buttermilch oder Milch dazu für einen höheren Eiweißgehalt. Dann ab damit in eine Trinkflasche (im Sommer helfen Isolierflaschen den Drink kühl zu halten). Auf diese Weise kann man auch Gemüse zu einem einfachen "Vesper" verarbeiten: Tomate, Gurke, Spinat, Zucchini lassen sich wunderbar pürieren und kombinieren mit Karottensaft oder Zitronensaft. Eine halbe Avocado sorgt auch hier für mehr Eiweiß und viele gesunde Fettsäuren noch dazu.

Wer viel unterwegs ist und keine ganzen Früchte mag, kann sich seine 5 Portionen auch vollständig in pürierter Form mitnehmen bzw. kaufen. Mit der Zeit weiß man, welche Zutaten man ständig braucht und kann so rechtzeitig für Nachschub sorgen.

Für Abwechslung im "Drink" können Gewürze wie Ingwer, Zimt, Pfeffer, Cardamom, Knoblauch oder auch frische Kräuter wie Minze, Melisse, Basilikum oder Petersilie sorgen. Viele der genannten Zutaten regen auch den Kreislauf und die Verdauung an und lassen einen nach der Pause wieder beschwingt und fit in die nächste Runde starten! 

2. Wisse, was dir schmeckt! Apfel und Banane sind wohl die häufigsten Obstsorten, die ein Durchschnittsbundesbürger konsumiert. Um auf Dauer der Langeweile entgegenzuwirken, hilft es, sich einmal in einem gut sortierten Supermarkt oder, noch besser, auf dem örtlichen Bauernmarkt umzuschauen: Was gibt es da noch an leckeren, frischen Gemüse- und Obstsorten? Was kenne ich noch nicht? Was sieht spannend/lecker/außergewöhnlich aus? Kreativ und neugierig sein ist hier die Devise - wer viel ausprobiert, erweitert seine Produktpalette und isst abwechslungsreicher. Wenn gesundes Essen Spaß macht und schmeckt, dann fällt es einfacher dabei zu bleiben!


3. Informiere dein Umfeld! Lass deine Familie und deine Freunde wissen, dass du dich bewusst gesund ernährst und wie du das machst. Sie werden dein Vorhaben unterstützen und zweimal überlegen, bevor sie dir im Hungerfall den Döner um die Ecke oder die allzeit bereite Tiefkühlpizza vorschlagen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann sich gerne mitreißen lässt - im Guten wie im Schlechten. Wenn wir gemeinsam beschließen, ganz bewusst auf die 5 Portionen am Tag zu achten, dann können wir uns gegenseitig daran erinnern und motivieren. Außerdem hilft es, wenn zwei Leute Rezepte und Ideen beisteuern!


Es ist nicht so schwer, 5 x am Tag Obst und Gemüse zu essen! Mein persönlicher Trick für mehr Appetit auf Gesundes: Ich lege meine 5 Portionen zusammen und drapiere sie schön in einer Schale o.ä. Das allein sieht schon so lecker und gesund aus, dass ich richtig Lust darauf bekomme, mich gesund zu ernähren!

Geht jetzt los und inspiziert euren Kühlschrank, was der für heute an Obst und Gemüse hergibt! Und lasst es euch schmecken!